Bei vielen klassischen VAG-Fahrzeugen wird das Abblend- und Fernlicht serienmäßig direkt über den Lichtschalter geschaltet. Nach einer Betriebsdauer über Jahrzehnte hinweg, entsteht am Lichtschalter Kontaktabbrand und infolgedessen Übergangswiderstände, wodurch es zu Spannungsverlusten zwischen 0,5 und 3 Volt kommt. Aufgrund des Spannungsabfalls am Lichtschalter erhalten die Leuchtmittel weniger Spannung und die Lichtleistung sinkt.
Das Modul entlastet den Lenkstockschalter dauerhaft, indem der Schalter lediglich die Spule des Relais schaltet (≈ 0,18 A).
Das Relais übernimmt den hohen Laststrom der Scheinwerfer:
≈ 10 A bei Standard-H4-Leuchtmitteln (55 W / 60 W)
≈ 1,7 A bei zugelassenen LED-Leuchtmitteln (19 W / 20 W)
Dadurch steigt die Spannung am Leuchtmittel und folglich auch die Lichtausbeute. Zudem wird der Lichtschalter elektrisch entlastet, da dieser nur noch den geringen Steuerstrom des Relais schaltet.
Wir führen Kabelsätze für alle VAG-Fahrzeuge mit „alter Zentralelektrik (ZE)“ (171 941 821 D), u.a.:
· VW Golf (Typ 17 / 19E)
· VW Jetta (Typ 16 / 16E / 1G2)
· VW Golf Cabriolet (Typ 155)
· VW Passat 32B
· VW Polo 86C
· VW Scirocco 53 / 53B
· VW T3 (Typ 2)
Aus welchen Gründen ist die Lichtausbeute bei alten VAG-Fahrzeugen häufig schlecht?
Bei vielen klassischen VAG-Fahrzeugen wird Abblend- und Fernlicht serienmäßig direkt über den Licht- bzw. Lenkstockschalter geschaltet. Nach jahrzehntelangem Betrieb kommt es an den Schaltkontakten zu Kontaktabbrand und daraus resultierenden Übergangswiderständen.
Dadurch entstehen Spannungsverluste von bis zu 0,5–3 Volt zwischen Batterie und Leuchtmittel. Aufgrund dieses Spannungsabfalls erhalten die Lampen nicht mehr die vorgesehene Spannung – die Lichtleistung sinkt spürbar.
Was bewirkt das Lichtrelais-Modul konkret?
Das Modul entlastet den Lenkstockschalter dauerhaft. Der Schalter steuert lediglich noch die Relaisspule (ca. 180 mA = 0,18 A).
Der eigentliche Laststrom des Scheinwerfers wird über das Relais geführt:
ca. 10 A bei H4-Halogenlampen
ca. 1,5–2 A bei LED-Retrofit-Leuchtmitteln
Durch diese Lasttrennung steigt die Spannung direkt am Leuchtmittel. Zusätzlich wird der Schalter elektrisch geschont, da nur noch geringe Steuerströme geschaltet werden müssen.
Wird durch das Lichtrelais-Modul die Lichtleistung erhöht?
Nein. Die elektrische Leistung der Leuchtmittel bleibt unverändert, da weiterhin serienmäßige Lampen verwendet werden.Durch die höhere anliegende Spannung wird jedoch die vorgesehene Leistung (55 W Abblendlicht / 60 W Fernlicht bei H4) wieder erreicht.
Es handelt sich um eine technische Optimierung – nicht um Tuning.
Der Einbau stärkerer Leuchtmittel (z. B. 90/100 W) ist in Deutschland nicht zulässig.
Muss der Umbau eingetragen werden oder wird eine ABE benötigt?
Nein. Die lichttechnische Anlage bleibt unverändert, da serienmäßige Scheinwerfer und Leuchtmittel verwendet werden. Es wird lediglich die Stromführung optimiert.
Ist das System Plug-and-Play?
Im klassischen Sinne bedeutet „Plug-and-Play“: anschließen und sofort einsatzbereit.
Technisch treffender wäre „Pin-out-and-Pin-in“. Der Kabelsatz ist fahrzeugspezifisch konfektioniert und wird über die originalen Steckverbindungen integriert.
Es müssen keine Kabel durchtrennt oder neue Steckkontakte angecrimpt werden.
Wie aufwendig ist der Einbau?
Der Schwierigkeitsgrad ist gering. Je nach technischem Verständnis und handwerklichem Geschick beträgt die Einbauzeit erfahrungsgemäß etwa 30–60 Minuten.
Sind Spezialwerkzeuge erforderlich?
Teilweise sind Auspinnwerkzeuge erforderlich. Das passende Werkzeug liegt dem jeweiligen Kabelsatz bei, sodass der Einbau auch für versierte Hobbyschrauber problemlos möglich ist.
Kann der Einbau vom Hersteller durchgeführt werden?
Ja. Die Firma KFZ-Service Brunold bietet gegen Aufpreis einen professionellen Einbauservice an.
Selbstverständlich kann der Einbau auch durch eine Werkstatt Ihres Vertrauens erfolgen.
Bleibt die Funktion des Lampenkontrollgeräts erhalten?
Ja. Das Modul wird vor dem Lampenkontrollgerät in den originalen Kabelbaum integriert. Die Funktion der Lampenkontrolle bleibt vollständig erhalten.
Muss das Modul separat abgesichert werden?
Nein. Das Modul wird in die bestehende Absicherung des originalen Lichtkabelbaums eingebunden. Eine zusätzliche Sicherung oder Änderung der Sicherungsbelegung ist nicht erforderlich.
Wo und wie werden die Relais befestigt?
Die Relais werden im geschützten Innenraum am originalen Zusatzrelaisträger bzw. an der Zentralelektrik eingeclipst.
Es ist kein Befestigen mit Kabelbindern oder Verschrauben im Motorraum erforderlich.
Hinweis für Audi-Module:
Sollte im Zusatzrelaisträger kein freier Steckplatz vorhanden sein, ist optional eine „hängende“ Version erhältlich. Damit können die Relais ober- oder unterhalb des Trägers sicher eingeclipst werden.
Warum wird das Modul nicht im Motorraum verbaut?
Im Motorraum wirken dauerhaft hohe Temperaturen, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Spritzwasser. Elektrische Kontakte und Relais unterliegen dort einer erhöhten Belastung.
Das Modul ist daher bewusst für die Montage im geschützten Innenraum ausgelegt.
Vorteile:
- geringere thermische Belastung
- keine direkte Witterungseinwirkung
- langfristig stabile Kontaktverhältnisse
- keine sichtbaren Zusatzbauteile im Motorraum
Gerade bei klassischen Fahrzeugen bleibt so die originale Optik vollständig erhalten.
Ist der Umbau rückrüstbar?
Ja, sofern beim Einbau keine Veränderungen oder Beschädigungen am originalen Kabelbaum vorgenommen wurden.
Gibt es Universallösungen?
Nein. Jeder Kabelsatz ist fahrzeugspezifisch ausgelegt und konfektioniert.
Universelle Lösungen mit Kompromissen bei Steckverbindungen oder Leitungslängen werden bewusst nicht angeboten.
Welche Materialien werden verwendet und wo erfolgt die Fertigung?
Der Umbausatz wird in Deutschland von KFZ-Service Brunold handgefertigt.
Verwendet werden ausschließlich hochwertige Komponenten von namhaften Herstellern. Alle Komponenten werden vor der Konfektionierung sorgfältig geprüft.
Ist das Modul zuverlässig?
Ja. Das Prinzip der Lastschaltung über Relais ist seit Jahrzehnten Stand der Technik im Fahrzeugbau. Das Modul wurde im Werkstattbetrieb entwickelt und erprobt. Leitungsquerschnitte, Relais und Absicherung sind entsprechend der Dauerbelastung dimensioniert. Die Steckkontakte werden fachgerecht mit professionellen Crimpwerkzeugen verarbeitet. Eine saubere, gasdichte Crimpverbindung verhindert Übergangswiderstände und Wärmeentwicklung.
Verlängert das Modul die Lebensdauer meines Lenkstockschalter?
Die Reduzierung des Schaltstroms von ca. 10 A auf etwa 0,18 A minimiert Kontaktabbrand erheblich. Gerade bei schwer erhältlichen oder hochpreisigen Originalteilen ist dies ein entscheidender Vorteil. Mechanischer Verschleiß wird dadurch selbstverständlich nicht beeinflusst.
Ich verwende zugelassene H4-LED-Leuchtmittel. Ist das Modul weiterhin sinnvoll?
Ja. Auch LED-Retrofit-Leuchtmittel benötigen je nach Ausführung Ströme von bis zu 1,5–2 A.
Zwar ist hier kein nennenswerter Spannungsgewinn mehr zu erwarten, jedoch wird der Lichtschalter weiterhin deutlich entlastet und geschützt.
Ich finde mein Fahrzeug nicht in der Liste. Gibt es Sonderanfertigungen?
Ja. KFZ-Service Brunold bietet auf Anfrage individuelle Lösungen an. Kontaktieren Sie uns gerne mit Ihren Fahrzeugdaten.
Wer entwickelt und fertigt das Lichtmodul?
KFZ-Service Brunold ist seit 2017 auf die Instandsetzung und Optimierung klassischer VAG-Fahrzeuge spezialisiert.
Der Schwerpunkt liegt im Bereich Fahrzeugelektrik, Einspritz- und Zündsysteme (u. a. K- und KE-Jetronic sowie Vergasersysteme). Entwicklung und Konzeption erfolgen durch den KFZ-Meister Robert Brunold, der zudem im Bereich der beruflichen Ausbildung im KFZ-Handwerk tätig ist. Der Fokus liegt nicht auf Zubehörhandel, sondern auf technisch durchdachten, praxisbewährten Werkstattlösungen mit persönlichem Ansprechpartner.
Es sind noch Fragen offen?
Kontaktieren Sie uns gerne unter: info@klassikservice.com oder nutzen Sie unser Kontaktformular!
VAG – alte ZE
für alte ZE (171 941 821 D)
inkl. USt zzgl. Versand